
Zentrale Betreibungsauskunft
Wer sich um eine Wohnung bewirbt, muss nicht mehr dem Betreibungsregisterauszug nachrennen. Das hat Vor- und Nachteile.
Die Betreibungsauskunft soll schweizweit und online organisiert werden. National- und Ständerat haben der Einführung eines zentralen Informationssystems für landesweite Betreibungsauskünfte zugestimmt. Bis anhin war die Betreibungsauskunft regional organisiert, über sogenannte Betreibungskreise. Insgesamt gibt es in der Schweiz über 350 solcher Betreibungskreise. Wer viele Schulden angehäuft hat und schon betrieben wurde, konnte bisher einfach den Wohnort wechseln, um wieder eine weisse Weste zu haben. Weil die Betreibungsämter bisher keine Informationen austauschen.
Wann tritt die Neuerung in Kraft? Das dürfte noch einige Jahre dauern. Fachleute schätzen, dass das digitale zentrale Betreibungsregister frühestens 2029 eingeführt wird. Nicht zuletzt, weil noch jemand gefunden werden muss, der das zentrale Register führt. Lange war umstritten, ob der Bund das übernehmen soll oder ein privates Unternehmen. Immerhin geht es um die zentrale Speicherung von heiklen Informationen. Nun hat man einen Kompromiss gefunden: Der Bund ist zuständig, darf den Betrieb des Registers aber delegieren. Falls es ein privates Unternehmen ist, muss der Bund daran beteiligt sein.
